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15.10.2018

Hare Ramadan

„Die Rache ist mein“, spricht der Herr, „ich will vergelten! Sechs Tage sollt ihr arbeiten. Am siebenten Tag aber sei für euch Sabbat, ein Ruhetag, heilig dem Herrn. Wer an diesem Tag arbeitet, soll sterben!“ Steht in der Heiligen Schrift etwas von Feiertagen? Na also! Es ist tröstlich, dass es in diesem von Säkularisierung zersetzten Staat endlich einen „Beauftragten der Bundesregierung für weltweite Religionsfreiheit“ gibt. Globalisierung schön und gut, aber der Bundesbeauftragte und seine Mitarbeiter (sind das Religionswächter?) sollten auch die Sorgen und Nöte der Gläubigen in Deutschland nicht außer Acht lassen, denn hier wird die Religion schamlos entweiht und missbraucht für profane Arbeitnehmerinteressen: Die SPD-geführte niedersächsische Landesregierung hat den 31. Oktober zum Feiertag erklärt. Das haben sich die Gewerkschafts-Sozis fein ausgedacht: Im Windschatten des letztjährigen Reformationsjubiläums einen weiteren Gammeltag erschleichen. Dient der neue Feiertag etwa dem Lobe Gottes des Allmächtigen, um ihm für all die Wohltaten, die er uns sündigen Menschen angedeihen lässt, zu danken, halleluja, in Ewigkeit, amen? Von wegen: Abhängen und den lieben Gott einen guten Mann sein lassen, darum geht es. Ora et labora? Weder noch. Das ist typisch für die linken arbeitsscheuen Drückeberger: Irgendwie müssen sie ja die lästigen 364 Tage zwischen den 1.-Mai-Demos rumkriegen. Da bewahrheitet sich mal wieder, was die Linken wirklich antreibt: Brüder, zur Sonne, zur Freizeit!

500 Jahre lang war dieser Feiertag kein Thema - und plötzlich geht es nicht mehr ohne? Wer's glaubt! Selbst Otto von Bismarck wäre im Kulturkampf (nicht Kampf der Kulturen) nicht auf die Idee verfallen, den Reformationstag einzuführen, um den Katholen eins reinzuwürgen. In Ansehung der heutigen linken Blasphemie wird klar, was Deutschland wirklich braucht: keinen neuen Feiertag, sondern ein neues Sozialistengesetz. Die Urheber und Befürworter des 31. Oktober sollten eingedenk sein, wie zur Zeit der Reformation mit Frevlern wie ihnen verfahren wurde: Rübe runter, ab auf den Scheiterhaufen!

Die EKD und ihre Schäfchen müssen derweil macht- und tatenlos zusehen, zähneknirschend, die Faust in der Tasche geballt, sind sie gezwungen, diese Religionsschändung über sich ergehen zu lassen. Ach, wenn doch nur Margot Käßmann noch unter uns weilte (ich meine, im aktiven Kirchendienst). Sie würde sich der Verunglimpfung unseres hochverehrten Reformators wie eine Löwin entgegenstellen. Luther ist schließlich Käßmanns Lebenswerk, sie hat ihn doch quasi erfunden. Leider Gottes ging sie vor einigen Monaten in die wohlverdiente Rente. Anderenfalls würde sie jetzt die Volksmassen anführen, auf dass dieser unchristliche Feiertags-Mumpitz hinweggefegt wird: „Ihr habt aus meinem Tempel einen Freizeitpark gemacht!“

Aber der 31. Oktober ist nur der Anfang; jetzt sind die Dämme geborsten, und alle Hemmungen werden fahren gelassen. Nicht nur unsere Schwestern und Brüder in Christo, sondern auch in Allah müssen sich darauf gefasst machen, dass ihre Religion von den gottlosen, arbeitsscheuen Drückebergern entwürdigt und instrumentalisiert wird. Schon vor einigen Jahren hatte Hans-Christian Ströbele einen islamischen Feiertag gefordert. Nun hat Heiko Maas nachgelegt, um vollends den Boden zu bereiten: Mitte Juni gratulierte er den Muslimen zum Ende des Ramadan. Was sollte denn dieser Rülpser vom Stammtisch der politisch korrekten Gutmenschen? Das kennt man ja: Heute gehört der Islam zu Deutschland, morgen die ganze Welt. Vor allem aber: Was hat der Außenminister damit zu tun? Ist Ramadan der Nationalfeiertag von Islamistan? Beglückwünscht künftig der saudi-arabische Außenminister am Gründonnerstag zum Ende der sechs(!)-wöchigen christlichen Fastenzeit und an Silvester, weil wir die doofe Weihnachtszeit (3 Monate!) endlich überstanden haben? Maas' Intention ist denn mehr als durchsichtig: Er und seine Genossen zielen allein darauf ab, wieder ein paar Faulenzertage rauszuschlagen - diesmal aber volle Lotte. Er will sich bei den strenggläubigen Muslimen einschleimen und sie einlullen, damit die roten Prä-Vorruheständler den Ramadan für ihre Zwecke vereinnahmen können. Das wäre ganz nach dem Geschmack der linken Kurzarbeiter: 30 Tage am Stück blaumachen, tagsüber auf der faulen Haut liegen, nach Sonnenuntergang Halalligalli mit Fressen und Saufen, Kiffen und Sex-Orgien.

„Die Vielfalt der Religionen ist eine Chance!“, schwärmt Margot Käßmann, die Prophetin des real existierenden Synkretismus. Recht hat sie: Da geht noch was! Wenn die roten Faulpelze vor lauter Nichtstun so richtig fett und rund geworden sind, werden sie sich mit feistem, hämischem Grinsen den nächsten Feiertag für Arbeitsverweigerer zuschustern: Vesakh - Buddhas Geburtstag.

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(15.10.2018)

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